30.09.2015

Übergangslösung Erasmus+: 11% mehr Mobilitäten im Jahr 2015

Im Rahmen der Übergangslösung für Erasmus+ im Jahr 2015 liegt die Priorität der Projektförderung auf Mobilitäten. Im Vergleich zum Vorjahr nimmt die Zahl der eingereichten und bewilligten Projekte auf allen Bildungsstufen zu – die grösste Zunahme verzeichnet die Berufsbildung.

Im Jahr 2015 setzt die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit im Auftrag
des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wie bereits im
Vorjahr die Übergangslösung für Erasmus+ um.

Förderfokus auf Mobilitätsprojekten
Mit der Übergangslösung für Erasmus+ im Jahr 2015 stehen den Austauschprogrammen
aller Stufen (Obligatorische Schule, Mittelschule, Tertiärstufe, Berufsbildung,
Erwachsenenbildung und ausserschulische Jugendarbeit) CHF 23,9 Mio. an
Fördergeldern zur Verfügung. Mit diesem Budget werden Mobilitäts- und Kooperationsprojekte
gefördert, wobei die Priorität auf Mobilitätsprojekten liegt. Die Kooperationsprojekte
werden auch länderübergreifend geprüft und genehmigt, die
Ergebnisse werden für diesen Projekttyp Ende Jahr verfügbar sein.

Geförderte Mobilitätsprojekte 2015
Im Jahr 2015 fördert die ch Stiftung Mobilitätsprojekte mit insgesamt CHF 22,61
Mio. (2014: 20,36 Mio.). Damit werden insgesamt maximal 9650 Mobilitäten unterstützt
(2014: 8681 Mobilitäten, 2015: +969/+11 Prozent). Davon umfasst die
Tertiärstufe (Hochschulen und höhere Fachschulen) 7874 Mobilitäten (4382 Outgoing
und 3492 Incoming (2014: 7619 Mobilitäten, +255), die Berufsbildung 1114
(2014: 551 Mobilitäten, +563), die ausserschulische Jugendarbeit 377 (2014: 371
Mobilitäten, +6, jeweils ohne dritte Frist im Oktober), die Obligatorische und Mittelschulstufe
235 Mobilitäten (2014: 101 Mobilitäten, +134) und die Erwachsenenbildung
50 Mobilitäten (2014: 39 Mobilitäten, +11).
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Aus der Ausschreibung 2015 resultieren für alle Programme höhere Fördervolumen
mit mehr Mobilitäten als im Vorjahr. Grund dafür ist, dass die Übergangslösung für
Erasmus+ bei den Projektträgern inzwischen bekannt ist und die Unsicherheiten
aus dem letzten Jahr weggefallen sind. Die Institutionen interessieren sich im Vergleich
mit früheren Jahren zunehmend für das Thema Austausch und Mobilität.

Genutzte Fördergelder und Mobilitäten erst nach Projektende definitiv
Im Rahmen der Übergangslösung für Erasmus+ im Jahr 2015 schliesst die ch Stiftung
Projektverträge mit Schweizer Institutionen ab. Diese Verträge definieren das
maximal verfügbare Projektbudget und die maximale Zahl von Teilnehmenden. Die
oben genannten Zahlen beziehen sich auf die Projekt-Verträge aus der Ausschreibung
2015. Diese Projekte werden bis Mitte 2016 oder 2017 durchgeführt und
abgerechnet sein. Somit wird erst Ende 2017 definitiv bekannt sein, wie viele Fördergelder
die Vertragspartner aus der Übergangslösung 2015 für Erasmus+ effektiv
genutzt haben und wie viele Projektteilnehmende mobil waren.

Mobilitäten: Incoming und Outgoing
Da die Schweiz kein Erasmus+-Programmland ist, leisten andere europäische Staaten
keine Erasmus+-Beiträge für Mobilitäten in die Schweiz. Im Rahmen der Übergangslösung
2015 werden deshalb Mobilitätsprojekte, z. B. Auslandstudiensemester
oder Praktika, aus der Schweiz in europäische Programmländer (Outgoing) und
umgekehrt (Incoming) unterstützt. Dies ist eine Voraussetzung, damit ausländische
Institutionen weiterhin Austauschstudierende und -lernende aus der Schweiz aufnehmen.

Details zu Incoming-/Outgoing-Mobilitäten und zu den Vergleichen mit dem Vorjahr: siehe Tabelle.

Projektbeispiele
Informationen zur Übergangslösung Erasmus+

Kontakt und Information
ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit
Sandra Maissen, Geschäftsführerin
032 346 18 00, media@chstiftung.ch
www.ch-go.ch
www.chstiftung.ch