06.06.2016

Austauschstatistik zeigt klare Zunahme des Schüleraustauschs im Inland

Wohin gehen Schweizer Schülerinnen und Schüler in den Austausch, wie lange und auf welche Weise? Antworten dazu liefert die soeben von der ch Stiftung publizierte Austauschstatik 2014/2015. Sie zeigt einen deutlichen Anstieg der Austauschaktivitäten innerhalb der Schweiz (+33%), während die europäischen Austausche leicht zurückgehen. Die jährliche Austauschstatistik basiert auf Meldungen der Kantone und wird von der ch Stiftung im Auftrag des Bundesamts für Kultur aufbereitet.

Austausche bereichern den Unterricht, erweitern die Kompetenzen der Beteiligten und tragen dazu bei, Bildungsziele zu erreichen. Markanteste Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Austauschen in der Schweiz, die um 33% (von 16‘128 auf 21‘429 Teilnehmende) zunahm. Bei den europäischen Austauschen meldeten die Kantone 4457 Teilnehmende (Vorjahr 5419), bei den aussereuropäischen Programmen 537 (Vorjahr 901).

Art der Austausche
Erstmals differenziert die Statistik die Formen der Austausche: In der Schweiz finden rund 39% als Begegnungstage statt (inkl. SchulreisePLUS, ein erfolgreiches neues Format der ch Stiftung, das Begegnungen von Schulklassen unterschiedlicher Sprachregionen ermöglicht). 35% entfallen auf Klassenaustausch, 20% auf Klassenlager und 5% auf Briefaustausch (virtueller Austausch).

Destinationen
Topdestinationen in Europa sind wie in den Vorjahren Deutschland (1941 Teilnehmende), Grossbritannien (750 Teilnehmende) und Frankreich (697 Teilnehmende), bei den aussereuropäischen Ländern USA (216 Teilnehmende) und Kanada (94 Teilnehmende).

Am meisten Austauschvorhaben werden aus der Deutschschweiz gestartet (87.9%), aus der Romandie 10,6%, aus der italienischen Schweiz 1,5%.

Beim Klassenaustausch haben 17 Kantone zugelegt, in 7 Kantonen gingen die Zahlen 2014/2015 zurück. Zahlenmässig an der Spitze liegen traditionell die zweisprachigen respektive an Sprachgrenzen liegenden Kantone wie Bern, Freiburg, Waadt und Wallis.

Methodik
Die Austauschstatistik wird auf der Grundlage der von den Kantonen ermittelten Daten erstellt. Neben den von der ch Stiftung geförderten Projekten erfasst die Statistik auch Schulpartnerschaften und weitere kantonale oder individuelle Projekte. Gezählt werden Einzelmobilitäten und Klassenaustausche der Stufen Primar, Sek I und Sek II. Methodik und Abdeckung sind mit den Vorjahren vergleichbar.

Austauschstatistik 2014/2015

Kontakt und Information
ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit
Sandra Maissen, Geschäftsführerin
032 346 18 00, media@chstiftung.ch
www.ch-go.ch
www.chstiftung.ch